Analyse · Entwicklung · Neupositionierung und Vermarktung von Immobilien
Methodik der Analysen
Grundprinzip
Die Analyse basiert auf der systematischen Verknüpfung ausgewählter Makrotrends mit deren quantifizierter Wirkung auf unterschiedliche Segmente des Immobilienmarktes.
1. Definition der Einflussfaktoren
Für die Bewertung werden zentrale makroökonomische Einflussgrößen herangezogen:
-
Zinsniveau
-
Baukosten
-
Nachfrage / demografische Entwicklung
-
Angebotsengpass
-
Kaufkraft
Jeder dieser Faktoren wirkt unterschiedlich stark auf einzelne Marktsegmente.
2. Bewertung der aktuellen Marktsituation
Jeder Faktor wird anhand einer siebenstufigen Skala bewertet:
extrem sinkend: -3
sehr stark sinkend: -2
sinkend: -1
stabil: 0
steigend: +1
sehr stark steigend: +2
extrem steigend: +3
Diese Skala ermöglicht eine differenzierte Abbildung der aktuellen Marktdynamik.
3. Gewichtung nach Segmenten
Für jedes Segment (Wohnungen, Häuser, Stadt, Land) wird definiert,
wie stark ein Faktor wirkt.
Diese Wirkung wird durch Gewichtungsfaktoren abgebildet:
-
positive Werte → unterstützender Einfluss
-
negative Werte → belastender Einfluss
Beispiel:
Steigende Zinsen wirken stärker negativ auf Einfamilienhäuser als auf Wohnungen.
4. Mathematische Berechnung
Für jedes Segment wird ein Gesamtwert berechnet:
Score = Σ (Signal × Gewichtung)
Das bedeutet:
-
Jeder Faktor wird mit seiner Wirkung multipliziert
-
Alle Effekte werden aufsummiert
5. Skalierung der Ergebnisse
Um die Ergebnisse vergleichbar darzustellen, wird der Rohwert transformiert:
Segment-Score = 5 + (Gesamtwert × Skalierungsfaktor)
Der Skalierungsfaktor (z. B. 0,6) sorgt dafür,
dass die Werte in einem verständlichen Bereich von 1 bis 10 liegen.
Zusätzlich erfolgt eine Begrenzung:
Werte < 1 → 1
Werte > 10 → 10
6. Interpretation
Die berechneten Scores werden in eine qualitative Einschätzung übersetzt:
8–10: deutlich positiv
6–7: leicht positiv
5: neutral
3–4: leicht negativ
1–2: deutlich negativ
7. Einordnung der Ergebnisse
Die Analyse stellt eine modellbasierte, strukturierte Einschätzung dar.
Sie zeigt, wie sich makroökonomische Entwicklungen typischerweise auf Marktsegmente auswirken.
Regionale Besonderheiten, objektspezifische Faktoren und individuelle Rahmenbedingungen werden dabei nicht berücksichtigt.